Patent EP2719977B1

Patent zum Versorgungsnetz bKWN (bidirektionales Kalt-Wärme-Netz)

Die Erfindung betrifft ein Versorgungsnetz, an das eine Vielzahl von Teilnehmern anzuschließen ist, wobei die Teilnehmer einen unterschiedlichen Bedarf an Wärmestrom haben. Aus der DE 10 2007 049 621 A1 ist ein Verfahren zur Versorgung von Wohn- und Gewerbeobjekten mit Wärme- und Kälteenergie mit dem System der kalten Nahewärme in Kombination mit Wärmepumpen, Speichern, Wärmeüberträgern, Wärmeerzeugern (z. B. mit einem Biomasse-BHKW), Absorptionskältemaschine und einem Versorgungsnetz bekannt. Die Wärmepumpen sind für den Betrieb mit Sole bzw. Wasser als Wärmeträger geeignet, sogenannte Sole/Wasser- bzw. Wasser/Wasser-Wärmepumpen. Die Wärmepumpen sind geeignet um bei Kälteenergiebedarf im Bypass betrieben zu werden. Das Versorgungsnetz, bestehend aus Vor-und Rücklaufleitungen aus Kunststoffrohren, wird in der Dimensionierung dem Bedarf angepasst. Jede Wärmepumpe wird aus dem Versorgungsnetz über eine Hausanschlussleitung eingebunden. Das Temperaturniveau des  Versorgungsnetzes wird im Bereich von ca. 15 °C gehalten. Zur Aufrechterhaltung der Versorgungsnetztemperatur wird ein Wärm-Blockheizkraftwerk eingesetzt. Der elektrische Strom kann in das öffentliche Netz bzw. für die Versorgung der Wärmepumpen eingesetzt werden. Die Abwärme wird über einen Pufferspeicher und Wärmeüberträger an das Versorgungsnetz abgegeben. Die überschüssige Wärmeenergie bei dem Betrieb des BHKW außerhalb der Heizperiode wird für den Betrieb einer Absorptionskältemaschine genutzt. Dieses Verfahren betrifft ein reines Verbrauchersystem, bei dem die Verbraucher die Wärme- oder Kälteenergie verbrauchen und nur die nach dem Verbrauch übrig bleibende Energie in das System zurückführen, wobei die Effizienz des Systems begrenzt ist.