Wärmewende neu denken – Versorgungssicherheit in den Mittelpunkt stellen
Am 05. Januar 2026 fand ein fachlicher Austausch mit Johannes Fechner MdB statt. Im Mittelpunkt stand eine zentrale Frage: Wie entwickeln wir Neubau- und Bestandsquartiere so, dass sie langfristig unabhängig und versorgungssicher funktionieren?
Aus meiner Praxis als Inhaber von innovativSCHMID und aus realisierten Quartiersprojekten weiß ich: Die Wärmewende beginnt nicht bei der Technik, sondern in der Planung. Energetisch sinnvolle Sanierung bedeutet, Architektur und Energieinfrastruktur als Einheit zu denken. Gebäudehülle, Nutzungskonzept, Speicher, Netzstruktur und regenerative Quellen müssen systemisch aufeinander abgestimmt sein.
Versorgungssicherheit ist dabei kein Zusatzargument – sie ist die Grundlage jeder tragfähigen Wärmeplanung.
Kalte Wärmenetze bieten hier einen strukturellen Ansatz. Sie ermöglichen die Nutzung lokaler Umweltenergie, dezentrale Einspeisung und langfristig stabile Betriebskosten. In Verbindung mit intelligenter Architektur entstehen resiliente Quartiere, die unabhängig von fossilen Energiepreisschwankungen funktionieren.
Johannes Fechner zeigte sich im Gespräch als konstruktiver und aufmerksamer Gesprächspartner. Der Dialog zwischen Planungspraxis und Politik ist entscheidend, um die kommunale Wärmeplanung technologisch offen und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Als Vorstand des Bundesverbandes Kalte Wärmenetze e. V. setze ich mich weiterhin dafür ein, Versorgungssicherheit strukturell in den Mittelpunkt der Wärmewende zu stellen.