News-Details

Baustelle hat die hohen Hürden geschafft

Das "Herzstück" des Göppert-Neubaus: eine Elebnisgastronomie mit Bauernmarkt. Im Obergeschoss entstehen Büro- und Sozialräume

Von CLAUDIA RAMSTEINER

Manchmal ist es gut, wenn man nicht weiß, was alles auf einen zukommt. Möglicherweise hätte Familie Göppert die Erweiterung  ihres  Gartencenters dann gar nicht angepackt. Aber nun ist alles auf einem gutem Weg, und die Vorfreude auf das  fertige  Projekt  steigt  beim
Göppert-Team. Eigentlich wäre für  das  jährliche  Frühjahrsevent am 1. Mai morgen eine große Einweihungsfeier geplant gewesen. Aber erstens verhindert das  Coronavirus  ein  Fest,  und zweitens ist das Projekt nach einer langen Baustellen-Odyssee noch nicht fertig.
Als im vergangenen Jahr im Mai  am  Ende  einer  intensiven Saison mit den ersten Baumaßnahmen  begonnen  wurde,  lag die  Abrissgenehmigung  zwar vor, aber noch keine Baugenehmigung. Leider dauerte die Erstellung  des  Bebauungsplans länger  als  gedacht.  Am  5.  August  2019  kam  zeitgleich  dann endlich  die  Baufreigabe  und die  Materiallieferung  des  Gewächshauses.

Als  dann  der  „Rote  Punkt“ endlich an der Fassade prangte, baute sich schon die nächste unvorhergesehene  Hürde  auf.
Sie  hatten  ein  namhaftes  Gewächshausbauunternehmen aus  Südtirol  beauftragt,  erzählt Stefanie Göppert. Und als dieses  anbot,  die  Stahlstützen bereits mit der fertigen Brandschutzbeschichtung zu liefern, nahm man das Angebot an. Die  Stützen  wurden  geliefert,  einbetoniert  –  und  dann blätterte  die  Beschichtung  ab.
So lüftet  Stefanie Göppert das Geheimnis um die wochenlange rätselhafte Einhausung aus Holz,  die  das  Gebäude  umgab.
Sie war nötig, um die Innenluft auf 15 Grad aufzuheizen, damit die  benachbarte  Firma  Mabetec die Stützen neu beschichten konnte.  „Sie  hätten  ursprünglich  den  Auftrag  bekommen sollen  und  waren  jetzt  unsere  Retter“,  ist  Stefanie  Göppert  dankbar.  Die  Baufirma übernahm zwar die Zusatzkosten,  die  Zeitverzögerung  ging auf  Göpperts Konto: „Wir waren  am  15.  Februar  dann  soweit wie Ende September schon mal.“ Als ob das noch nicht genug gewesen wäre, war mit der Zeitverzögerung der ursprünglich  geplante  Bautrupp  der Firma  nicht  mehr  verfügbar. Nachdem es mit einem Subunternehmen  auch  nur  suboptimal  funktioniert  habe,  sei  inzwischen aber ein guter Trupp eingetroffen, „jetzt läuft’s“, atmen die Göpperts auf.

Seit  vergangener  Woche ist  der  neue  Eingang  fertig, der  Rundweg  durchs  Gartencenter  und  die  neue  Produktion  funktioniert  wie  geplant. Heute,  Donnerstag,  werden die Material- und Aufenthaltscontainer abgeholt, „die haben uns viel Platz weggenommen“.
In  zwei  bis  drei  Wochen  werden  noch  einige  Kleinigkeiten erledigt, dann bleiben nur noch  die  Arbeiten  im  Gastrobereich.  „Damit  haben  wir jetzt nur noch Firmen aus dem Tal auf unserer Baustelle. Das ist  auch  wegen  der  Corona-Pandemie einfacher“, sagt Stefanie Göppert.
Die  Verkaufsfläche  wurde  um  rund  300  Quadratmeter vergrößert, und in der Mitte  des  Gartencenters  entsteht eine  Erlebnisgastronomie  mit den „Foodwheels“ und ein Bauernmarkt, der „wachsen darf“.
Aktuell  werden  Lieferanten aus  der  heimischen  Landwirtschaft  gesucht,  und  Betriebsleiter Johannes Wöhrle brennt schon  darauf,  Tomaten  und mehr anzubauen.
Einen weiteren Eröffnungstermin  will  Stefanie  Göppert nun  aber  nicht  mehr  nennen:  „Es wird schon werden“, ist sie wieder  zuversichtlich.  Noch weiß  man  ja  auch  überhaupt nicht,  wann  die  Corona-Lage wieder ein Fest zur Einweihung zulässt.

 

Große Disziplin
Das Göppert-Team war sehr erleichtert, dass die Gartencenter in Baden-Württemberg offen bleiben konnten, nach-dem der Bau schon so viel unverhofften Ärger bereitete. Die Kunden seien „super diszipliniert“, und nach der Erweiterung der Öffnungszeiten hätten sie sich auch sehr gut über den ganzen Tag verteilt. Sicherheitsmaßnahmen wie zusätzliche Waschbecken, Plexiglasscheiben und vermehrter Platz im Kassenwartebereich wurden früh umgesetzt.

Copyright Offenburge Tageblatt vom 30.04.2020 von Claudia Ramsteiner

Göppert Gartencenter Zeitungsartikel vom 30.04.2020.pdf (566,8 KiB)

Zurück